Es war ca. 22.30 Uhr.
Bewaffnet mit Gummistiefeln und einer starken Taschenlampe kämpfte ich mich im stark geduckten Entengang in den nur 1 m hohen Kanal, der direkt unter Abtenaus Sportplatz verläuft und beim Tennisplatz in den Fischbach mündet. Nach ungefähr 20 m bzw. ca. 1.000 durchtrennten Spinnenweben, hunderten handflächengroßen, pechschwarzen und sogar auf den Beinen behaarten MONSTER-Spinnen (die ich natürlich alle in die Flucht geschlagen habe) wird mein Auge von einer Bewegung im Wasser abgelenkt. Im glasklaren und ca. 10 cm tiefen Wasser sehe ich einen ca. 10-12 cm großen Flusskrebs. Ich wusste dass in Abtenaus Bächen Flusskrebse vorhanden sind, doch noch nie hatte ich einen gesehen.
Wie immer hatte ich wieder keine Kamera bei mir, so blieb mir nur mein Telefon, um diese erste Begegnung für immer festzuhalten.

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Übrigens: Falls Sie einmal in einem 1 m hohen Tunnel, der noch dazu 10 cm unter Wasser steht, im Entengang unterwegs sein, so achten Sie auf eines: Bekommen Sie keinen Wadenkrampf! Durch das ausstrecken des Beines ermöglichen Sie nur dem Wasser in die Gummistiefel einzudringen. Zusätzlich senkt sich dadurch auch Ihr Gesäß zu weit ab, wodurch dem Wasser eine weitere Angriffsfläche geboten wird. Zuletzt fallen Ihre Bewegungen durch die genannten Umstände etwas schneller und unkontrollierter aus. Diese Chance nützen Spinnen - welche nur wenige Zentimeter über/neben Ihrem Kopf in Lauerstellung liegen – um sich ins Spiel zu bringen.
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